Ärztliche Indikationsstellung

  
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Shared Decision Making

Shared Decision Making steht für die Idee, dass ÄrztInnen und PatientInnen medizinische Entscheidungen gemeinsam treffen. Das birgt sowohl für PatientInnen als auch für ÄrztInnen Vorteile, da beide mehr am Behandlungserfolg interessiert und mit der Entscheidung generell zufriedener sind (Elwyn et al., 2012; Khan, Devereaux, LeManach, & Busse, 2016; Scherer, de Vries, Zikmund-Fisher, Witteman, & Fagerlin, 2015). Elwyn et al. (2014) haben 5 Schritte formuliert, die eine gemeinsame Entscheidungsfindung ermöglichen sollen. Dabei ist es wichtig, dass die Beziehung zwischen ÄrztInnen und PatientInnen von Respekt, Empathie und gegenseitigem Interesse geprägt ist (I). Weiters sollen in der Interaktion relevante Handlungsoptionen erarbeitet (II) und verglichen (III) sowie Präferenzen identifiziert werden (IV). Im letzten Schritt wird eine Lösung erarbeitet, mit der ÄrztInnen und PatientInnen gleichermaßen zufrieden sind und eine Strategie für das weitere Vorgehen festgelegt (V).


Da sowohl ÄrztInnen als auch PatientInnen die relevante medizinische Datenlage kennen sollten, stellt die Informationsbeschaffung der PatientInnen einen wichtigen Aspekt dar. Oft tauchen bei PatientInnen Fragen auf, welche aber in der Gesprächssituation mit ÄrztInnen schnell wieder in Vergessenheit geraten. In einer Meta-Analyse über 15 Studien konnten Dimoska und KollegInnen (2008) zeigen, dass sogenannte „Question Prompt Lists“ (QPL) eine wirkungsvolle und kostengünstige Methode darstellen, um PatientInnen erfolgreich zu ermutigen, Informationen über ihre Diagnose, Behandlungen sowie ihre Prognose einzuholen. Bei der in der Meta-Analyse verwendeten QPL handelt es sich um eine Broschüre für KrebspatientInnen, welche relevante Fragen an einem Ort festhält und den PatientInnen als Orientierungshilfe dienen soll. Diese Broschüre wurde nun ins Deutsche übersetzt und an das österreichische Gesundheitssystem angepasst, um sie auch PatientInnen aus Österreich zugänglich zu machen. Bei der Gestaltung wurden PsychologInnen, ÄrztInnen und PflegerInnen sowie PatientInnen mit einbezogen. 

  

Hier gibt es die Broschüre zum Herunterladen:

Diagnose Krebs - Wie geht es jetzt weiter?

 

Bei Fragen oder Anliegen zur Broschüre wenden Sie sich bitte an bettina.baldt@univie.ac.at.