
Mit der zunehmenden Verfügbarkeit digitaler Gesundheitsdaten verändert sich die ärztliche Tätigkeit, die Beziehung zwischen ÄrztInnen und PatientInnen und das ganze Gesundheitssysteme grundlegend. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz versprechen durch das Sammeln und Verknüpfen von Patient*innendaten die Gesundheitsversorgung zu optimieren und den wissenschaftlichen Fortschritt zu fördern.
In einem von der TA SWISS geförderten Forschungsprojekt wird von einer Projektgruppe, in der die Universitäten Luzern, Gießen, Mannheim, Neuchâtel, Wien und das Institut für Höhere Studien in Wien beteiligt sind, die Frage nach den Chancen und Risiken der Nutzung von Gesundheitsdaten für Früherkennung, Prävention und Forschung nachgegangen. Die Projektlaufzeit ist von Dezember 2024 bis Frühjahr 2026.
Am Institut für Systematische Theologie und Ethik, Fach Theologische Ethik, werden durch Lukas Kaelin und Max Winter die ethischen und sozialethischen Fragen der Gesundheitsdaten erforscht. Im Zentrum steht dabei das Ausbalancieren von individuellen Ansprüchen und sozialen Verpflichtungen, die Normen von Selbstbestimmung und Privatsphäre, von Gerechtigkeit und Solidarität. Unterschiedliche Zustimmungsmodelle rücken verstärkt ins Zentrum der ethischen Debatte.
Projektlaufzeit: 1.12.2024 - 30.06.2026
